OLG Karlsruhe: Auch doppelseitige Anzeige muss als Werbung zu erkennensein

Autor: Dr. Peter Schotthöfer

In einer Zeitschrift erschien eine doppelseitige Anzeige der deutschen Fernseh- Lotterie. Mit den Überschriften Jetzt die Chance auf Extragewinne sichern und Geförderte Projekte wurde für die Teilnahme geworben. Das OLG Karlsruhe be-stätigte die Auffassung des Erstgerichtes, dass die doppelseitige Anzeige deswegen unzulässig sei, weil sich nicht auf beiden Seiten die Kennzeichnung als Anzeige be-finde. Es genüge nicht, wenn ein durchschnittlicher Leser erst nach analysierender Lektüre der Beiträge deren werbliche Wirkung erkenne. Es müsse für ihn auf den ersten Blick und ohne jeden Zweifel erkennbar sein, dass es sich um Werbung handelt. Eine Anzeige, die den Werbecharakter nicht ohne weiteres und auf den ersten Blick erkennen lasse, sei nicht nur wettbewerbswidrig, sondern verstoße auch gegen das Pressegesetz des jeweiligen Landes.

 

 

 

OLG Karlsruhe vom 8.4.2015; Az. 6 U 24/15

 

WRP 2015, S. 898

 

Stichworte: Werbung, Doppelseitige Anzeige, Erkennbarkeit


Rechtsanwälte für Werberecht

RA Dr. Schotthöfer - Ihr Experte fürs Werberecht
RA Dr. Schotthöfer - Ihr Experte fürs Werberecht
RA Florian Steiner - Ihr Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz (Wettbewerbsrecht, Markenrecht, Designrecht)
RA Florian Steiner - Ihr Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz (Wettbewerbsrecht, Markenrecht, Designrecht)

Dr. Schotthöfer & Steiner
Rechts- und Fachanwaltkanzlei

 

Reitmorstr. 50

80538 München

kanzlei@schotthoefer.de
Tel.: 089 - 890 41 60 10

Fax: 089 - 890 41 60 16

 

Autor der Werberecht Beiträge Dr. Peter Schotthöfer

wie Werberecht

 

wie Markenrecht

 

wie Urheberrecht

wie Designrecht